Dausenau. Vor genau zwölf Monaten ging es mit der aufwändigen Sanierung des Schiefen Turms in Dausenau los. Nach jahrzehntelangen Überlegungen und Planungen ist die umfangreiche Stabilisierung, Verankerung und Verfugung des Wahrzeichens der Gemeinde Dausenau jetzt vollbracht.
Los ging es zunächst mit der Unterfangung des Turms. Diese Maßnahme, die eigentlich zügig vollzogen werden sollte, hat länger gedauert als geplant. Wegen einer vermuteten „Lehmlinse“ unmittelbar unterhalb des Bauwerks und auch wegen Vermessung von Bewegungen, musste die Maßnahme noch mal kritisch überdacht werden, aber nach einer kurzzeitigen unangenehmen Vollsperrung der Lahnstraße über Weihnachten, konnten auch diese Arbeiten erfolgreich beendet werden. Im Frühjahr wurde das aufwendige Gerüst aufgestellt, sodass ca. insgesamt acht Monate lang der Turm für die Bevölkerung nicht zu sehen war. Hinter diesem weißen Staubschutz wurde in der Zwischenzeit viel und relativ unauffällig gearbeitet. Es wurden etliche bröckelige Steine ersetzt, zwischen den Fugen ausgekratzt bzw. sandgestrahlt und der Zwischenraum mit speziellem Mörtel erneuert. Der komplette Oberteil des Denkmals musste ausgetauscht werden. Zudem wurden zwei Ringanker außen angebracht, um Drehbewegungen des Turms zu verhindern; im Inneren des Turms wurde eine Zwischendecke eingezogen und im unteren Teil ein Podest angebracht.
Die Frage einer Begehbarkeit des Turms muss nun geklärt und auch Geld im Haushalt für die Planung bereitgestellt werden mit dem Ziel, künftig historische Führungen im Turm anzubieten, damit möglichst viele erleben können, wie wunderschön der Ausblick von dort oben auf ist.
Michelle Wittler, Ortsbürgermeisterin
Foto(s): OG Dausenau Das linke Bild zeigt den Zustand im Dezember 2024, das rechte Bild den Zustand jetzt im November 2025.