Nassau. Achim Steinhäuser. Symbol für Leben und Zukunft: Beigeordneter der Stadt Nassau Ulrich Pebler, Eltern mit ihren neugeborenen Kindern und das Kinderwaldteam setzten einen Baum im Nassauer Kaltbachtal. Schon Martin Luther sagte: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich noch heute einen Baum pflanzen!“. Obwohl es bei der Baumpflanzaktion am 29. November in Nassau nicht nach einem Weltuntergang aussah, so wurde schon einmal vorgesorgt, als viele Eltern zusammen mit dem Beigeordneten Pebler und dem Kinderwaldteam, im Kaltbachtal den Baum – eine Kastanie – für ihre Neugeborenen pflanzten.
Ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen – diese drei Dinge soll ein Mensch einem alten Sprichwort zufolge in seinem Leben erledigen. Zumindest zwei dieser Aspekte haben die jungen Paare bereits erfüllt, denn zu Ehren ihres neugeborenen Kindes pflanzten sie einen Baum. Nachdem vor 18 Jahren auf dem Heidchen, oberhalb von Nassau in Richtung Winden, der Orkan „Kyrill“ einem Teil des Nassauer Waldes ziemlich zugesetzt hatte, begann man diesen Bereich im Rahmen der Aktion „Kinderwald“ neu zu bepflanzen. Drei Jahre lang wurde dort auf einer Fläche von rund 10 000 Quadratmeter fast 100 Bäume, für jedes Nassauer Baby, das im Kinderwaldjahr das Licht der Welt erblickt hat, ein Baum gepflanzt. Der Wald, der so entstand, soll Symbol für Leben und Zukunft sein. Mit dieser Pflanzaktion hat die Stadt Nassau jedem Neugeborenen im Kinderwald einen persönlichen Willkommensgruß gesetzt.
Seit Jahren verläuft die Aktion etwas anders. Da der Kinderwald auf dem Heidchen aus Platzgründen keine weitere Bepflanzung mehr zulässt, entschied man sich, für alle Neugeborenen einen Lebensbaum im Freiherr vom Stein-Park und seit einigen Jahren im Kaltbachtal zu pflanzen. Die entsprechende Anleitung bekamen die Teilnehmer von den Naturexperten Ursula und Manfred Braun, sowie Stefan Eschenauer. Im Anschluss an die Pflanzaktion gab es noch ein kleiner Umtrunk.