Dausenau. Etwas ruhiger verlaufen nun die Arbeiten an der Brückenbaustelle in Dausenau. Regelmäßig finden weiterhin montags um 13.30 Uhr auf der Baustelle sogenannte „Jours fixe“ statt. Bei diesen Besprechungen wird in kleiner Runde mit allen beteiligten Firmen, mit der VG und der Ortsgemeinde untereinander abgestimmt und je nachdem, Aufträge entsprechend erteilt. Diese Terminierung hat sich wirklich bewährt, kurz und knackig wird ausgetauscht, jeweils ein Protokoll erstellt und jeder weiß, was zu tun ist. Somit läuft das Projekt erfreulicherweise gut und planmäßig ab. Kurzer Rückblick: Die Brücke in Dausenau gehört seit der Privatisierung der Deutschen Bahn, der Ortsgemeinde. Uns war zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt, dass die Bestandsbrücke nicht saniert werden kann. Somit war uns klar, dass eine neue Brücke gebaut werden muss und deren Planung wurde bereits in Auftrag gegeben.
Erst im Juni 2024 haben wir erfahren, dass die Bahnstrecke an der Lahn ab dem 24. November 2024 zwischen den Bahnhöfen in Bad Ems und in Nassau für die Dauer von ca. 20 Wochen gesperrt wird. Sofort hat die Ortsgemeinde bei dem beauftragten Ingenieurbüro angefragt, ob es überhaupt möglich wäre, in diesem Zeitraum zumindest Vorbereitungsarbeiten für den Neubau der Bahnhofsbrücke auszuführen, da das wirtschaftlich gesehen enorme Kosten für die Kommune sparen würde. Die Pläne wurden aktualisiert, dem voraussichtlichen Ende der Sperrung im April 2025 angepasst und wochenweise zurückgerechnet. Das ganze Vorhaben wurde doch als sehr sportlich bewertet.
Trotzdem haben wir das Projekt forciert, dafür musste aber alles genau aufeinander abgestimmt werden. Sämtliche Genehmigungen waren zeitnah einzuholen, Anpassungen des Haushalts und Förderanträge waren erforderlich. Die Arbeiten mussten ausgeschrieben und geeignete Firmen gefunden werden, die in der Kürze der Zeit die notwendigen Arbeiten durchführen. Es hat sich herausgestellt, wer wagt, der gewinnt: Was eigentlich als beinahe unmöglich eingestuft wurde, wurde in enger Kooperation aller Behörden, Büros und Firmen erfolgreich geschafft.
Die Brückenkonstruktion steht bereits seit einigen Wochen und alle Arbeiten rund um das Gleisbett wurden vor Aufhebung der Totalsperrung der Gleise durch die Deutsche Bahn Anfang Juni durchgeführt. Das heißt, die Firmen können ganz in Ruhe arbeiten und ganz wichtig, ohne nächtliche Sperren. Somit spart die Ortsgemeinde aufwändige Kosten für etwaige Sperrungen und Überwachungen und die Anwohner werden nachts durch Lärm nicht belästigt.
Aktueller Stand der Arbeit: Viele kleinere Arbeiten, die sehr aufwändig sind, werden derzeit ausgeführt. Alle Kragarme sind zwischenzeitlich betoniert und die Ausschalarbeiten laufen. Die Firma Meyer, eine der beiden Firmen in der Arbeitsgemeinschaft, wird die meisten Arbeiten bis Ende Juli an der Baustelle fertigstellen; eine ihrer letzten Arbeiten ist die Anbringung der Geländer auf Überbau und Flügel. Die Geländerfertigung in der Fabrik ist abgeschlossen, und die Geländer stehen zum Abruf bereit. Zunächst wird das Geländer Richtung Nassau montiert; das Geländer nahe der alten Bestandsbrücke (Richtung Bad Ems) wird erst später erfolgen, da erst die Montage der Wasserleitung (VG-Werke) voraussichtlich im August, erst erfolgen muss. Die Gussasphaltschutzschicht muss noch eingebaut werden; anschließend die Deckschicht.
Der Beginn der Erdarbeiten durch die zweite Firma in der Arbeitsgemeinschaft, Firma Koch, ist ab der 31. KW vorgesehen und wird voraussichtlich insgesamt 12 Wochen benötigen. Es müssen z.B. die Anschluss Rampe der freien Strecke inkl. Straßenoberbau, Gehwege und Schutzeinrichtungen hergestellt werden. Die Fläche auf dem Werth muss wiederhergestellt werden und auch die Böschung.
An der alten Bestandsbrücke wurden inzwischen Proben entnommen die aktuell ausgewertet werden. Wir warten nun auf den Endbericht, um dann in die Planung zu gehen, was und genau wie zu sanieren ist.
PM Gemeinde Dausenau