Becheln. An den Bäumen rund um Becheln hängen mittlerweile mehr als 100 Nistkästen, die dem Frühjahrsputz auch in diesem Jahr unterzogen wurden. Das Frühjahr rückt näher und es wurde Zeit für das Großreinemachen, damit unsere fliegenden Bewohner wieder einziehen und ihre Vogelkinder ausbrüten und aufziehen können. Zum 11. Mal wurden die Kinder von Becheln aufgerufen, Paul Groß, Andreas Martini und Hans Kimmel tatkräftig zu helfen. Dem Aufruf folgten 14 Kinder aus Becheln. Auch Eltern schlossen sich an, um die Kids bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Getroffen wurde sich um 9.30 Uhr an der Hütte hinter dem Klopp. Schon vor der angegebenen Zeit fanden sich die ersten Kinder ein. Nach kurzer Begrüßung ging es, ausgerüstet mit Leiter, Spachtel, Unterlagen zur Bestimmung des Nestmaterials und sonstigen Hilfsmittel in drei Gruppen hinaus in die Natur rund um Becheln.
Bereits beim Blick in die ersten Nistkästen fiel auf, dass sie von unseren gefiederten Freunden angenommen wurden. In vielen Kästen war Nistmaterial vorzufinden. Also war dies im letzten Jahr eine Kinderstube. Andere Nistkästen dienten wohl nur zur Übernachtung. Sie wurden vorsichtig und sorgfältig von altem Nestmaterial, Laub, Eicheln und sonstigen Rückständen gereinigt. Warum müssen die Nistkästen rein sein? Natürlich wissen die Kinder, dass sonst Krankheitserreger, wie Vogelmilben und Vogelflöhe die kleinen Vögel der kommenden Generation gefährden könnten. Das Nestmaterial wurde erkundet und anhand von Bildern festgestellt, welcher Vogel darinnen seine Kinder aufgezogen hat. Dies dokumentierte man und verglich, wer im letzten Jahr der Bewohner war. Auch nicht ausgebrütete Eier wurden zugeordnet und dokumentiert. Die Kinder stellten fest, dass im Vergleich zum Vorjahr weniger nicht ausgebrütete Eier vorzufinden waren, obwohl mehr Kästen angenommen wurden als im letzten Jahr. In einem Nistkasten mussten zwei Siebenschläfer „geweckt“ werden, damit dieser gereinigt werden konnte. In zwei Kästen wurden viele Eicheln gefunden. Vermutlich haben Siebenschläfer einen Wintervorrat angelegt.
Nach drei Stunden trafen wir uns, um gemeinsam eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen und über das Erlebte zu sprechen. Der Essenswunsch wurde erfüllt: HotDog`s waren gewünscht. Getränke, HotDog’s und Süßigkeiten waren eine Spende der Gemeinde. So ging ein schöner Naturerlebnistag zu Ende.
Alle waren sich einig: Nächstes Jahr wieder, damit unsere gefiederten Freunde ein schönes, sauberes Haus zur Aufzucht ihrer Kinder vorfinden können.
Danke, liebe Kinder, für euren super tollen Einsatz. Danke, den Unterstützern und Helfern dieses wunderschönen und erlebnisreichen Tages.
Euer Hans Kimmel